Beruf(s) Fotograf soll sich nicht so haben

Beruf Fotograf nicht immer einfach

Neulich habe ich bei einem Job eines Fotografen assistiert. Aufgabe war ein Gruppenbild einer Firma von etwa 25 Personen zu erstellen. Die Lage wurde durch knalle Sonne und DINA4-Schildern (weiß und glänzend laminiert) in der Hand der Personen deutlich erschwert. Meine Leistung war das richtige Aufstellen der Gruppe und hinterher die Bildbearbeitung. Fotografiert wurde mit einem 35mm Objektiv (von Weitwinkel also wirklich weit entfernt).

Der Kunde findet sich zu dick

Ein solides Gruppenbild einer Firma mit selbiger im Hintergrund. Technisch einwandfrei. Zeichnung in den Lichtern und Schatten. Minimale Verzerrung durchs Objektiv, kaum sichtbar nur wenn man danach sucht.

Und dann findet man sich auf dem Foto einfach unnatürlich dick. Das sei doch sicher das Objektiv, dasS man so in die Breite gezogen wurde. Heute kennen sich Kunden scheinbar besser aus, als Fotografen. Vor allem bei der schlechten Technik. Wer das immer den Leuten erzählt würde mich mal interessieren.

Bildbearbeitung geht ja praktisch von alleine

“Bitte die Personen ein bisschen schlanker, so wie in Wirklichkeit eben.” lautet die Anweisung vom Kunden. In Wirklichkeit sahen die Personen aus, wie auf dem Foto (out of cam). Und nun glaubt man mit 3 Klicks ist das Problem behoben. Und für drei Klicks muss man doch auch nicht viel Geld nehmen. Sicherlich haben wir heute Software die so Einiges machen kann. Nur nützt das alles nichts,  wenn der Mensch sie nicht beherrscht. Es zählt ja nicht allein, dass ein Ergebnis erzielt wird,  sondern auch das man es zügig realisiert. Und hierfür benötigt zumindest Übung. Diese kostet Zeit, sicher auch Geld und manchmal sogar eine ganze Ausbildung.

Ich will überhaupt nicht jammern. Aber bitte liebe Kunden, denkt nicht immer man müsse keine Kompetenzen haben und das könne ja jeder. Die gute Software kostet auch Geld, der gute Rechner auch und wie gesagt die Übung ebenfalls. Bei anderen Berufen wird auch nicht so argumentiert.

Fotografen haben ja ihr Hobby zum Beruf gemacht

Natürlich ist Kunde König, aber als Fotograf wird man manchmal wirklich behandelt wie der letzte Schludri. Offenbar glauben manche Menschen ein  Fotograf müsse nur wenig Geld (oder auch Keines) für seine Arbeit bekommen, denn es mache ja Spaß. Aber kein Beruf wird nach Spaßfaktor oder Nicht-Spaßfaktor bezahlt. Sicherlich haben Fotografen in der Regel Spaß an ihrer Arbeit und ja es ist manchmal auch ein kreativer Beruf,  aber auch Fotografen machen Jobs um Geld zu verdienen nicht aus reiner Freude. Und hier kostet Arbeit eben auch Geld.

So muss der Fotograf auch gern mal länger auf einer Feier bleiben,  weil eben alles länger gedauert hat. Selbst wenn er dafür bezahlt wird,  so hat er doch meistens auch einen anderen Termin oder seine Zeit anders eingeplant.

Es gibt auch unspektakuläre Aufgaben

Man ist natürlich selbst dafür verantwortlich wie hoch ein Auftrag vergütet wird und doch kämpft man vor allem bei den klassischen Aufträgen, wie Firmenportraits immer wieder mit schlecht bezahlten Jobs die auch noch Nerven kosten.  Deshalb heute mein Artikel dazu. Schätz auch die Arbeit eines Fotografen genauso wie die eines anderen Handwerkers. Denn das ist ein Fotograf,  er muss auch seine Beiträge bei der Handwerkskammer entrichten. So schwer kreativ ist das oft alles gar nicht.

Wie seht ihr das, ist es bei euch anders?

 



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