Wieso ich Crowdfunding nicht so richtig mag

Als ich gestern mit Valentin Kaffe trinken war, sprachen wir nochmal über das Blogbuch. Genauer über die Finanzierung. Und ich erzählte ihm wieso ich nun doch kein Startnext Projekt mache. Dabei fiel ihm auf, dass ein ganz wichtiger Grund war: man muss so viel mehr Geld einsammeln, als man eigentlich benötigt. Ich erzähle mal wieso eigentlich.

Crowdfunding außen hui innen pfui?

Screenshot (1)Ich hatte ja ein Projekt bei Startnext angefangen und nun mache ich es nicht öffentlich. Natürlich aus verschiedenen Gründen. Einer meiner Gründe war aber, dass ich so viel mehr Geld hätte einsammeln müssen, als ich eigentlich benötigt hätte. Und erst wollte ich das gar nicht glauben und dachte ich mache bestimmt einen Fehler. Aber nach mehrfacher Rechnung und Gesprächen mit anderen, stellte sich raus: doch das ist so.

Ich schreibe euch mal wie das kommt. Ich hätte 10x 26€ für 10 Blogbücher gebraucht macht 260€. Mein sog. Fundingziel lag aber bei 500€ und das war wohl auch noch knapp bemessen. Es ist so man bietet ja sog. Dankeschöns an. Das sind kleine Geschenke die ein Unterstützer bekommt. Möglicherweise kosten diese aber Geld in der Herstellung. Jetzt müsst ihr diese Kosten natürlich zum Fundingziel hinzurechnen und bääm wird das ganz schnell sehr hoch. Man versucht viele Dankeschöns zu finden, die nichts in der Herstellung kosten, aber Screenshot (2)nur solche gibt es meist nicht. So entsteht eine große Zahl die ich schwierig finde zu rechtfertigen vor den Unterstützern. Deswegen sah man bei meinen Dankeschöns auch was sie mich kosten. Aber richtig abartig wird es wenn man nun noch die Zeit einrechnet, die man braucht um so ein Projekt überhaupt mal öffentlich zu machen.

Man braucht:

  1. ein Video – ja macht das mal, womöglich brauch man auch noch Ausrüstung dafür
  2. Bilder von dem zu finanzierenden Dings
  3. Erklärungstexte
  4. und dann fängt die Arbeit erst richtig an ;)

Am Ende rechnet sich das nur für große Sachen

Für so kleine Projekte wie meines lohnt sich Crowdfunding meiner Ansicht nach nicht. Man muss viel Zeit investieren, ich wiederhohle VIEL um überhaupt den Versuch zu starten. Hier hat man aber schon was verloren wenn es nicht finanziert wird. Da es immer nach dem ganz oder gar nichts Prinzip funktioniert bekommt man auch wirklich nichts, wenn man es nicht komplett finanziert bekommt. Natürlich kostet dann das ganze drumherum auch noch ein wenig Geld. Für die Transaktionen muss Geld einbehalten werden, die jeweilige Plattform will auch ein bisschen Geld haben etc. Alles in allem zahlt man, wenn man die Zeit betrachtet, sicherlich voll drauf.

Ich bin aber nun nicht frustriert, sondern einfach um eine Erfahrung reicher. Die wollte ich hier in diesem kurzen Artikel mit euch teilen.

 

 



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  1. Gegen das digitale Vergessen... - Stadt, Land, Fluss & Ich - […] Über die Finanzierung via Crowdfunding hat sie bereits aktiv nachgedacht, ist allerdings davon aus diversen Gründen wieder […]

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