Teil1: Das HDRI und Ich, Aufnahme

Weiches HDRI

Heute beginne ich meine Artikelserie zur HDR-Fotografie. Ich fange am Anfang an und das ist bei der Erklärung was ist eigentlich ein HDR-Bild? Einfach erklärt ist ein H=High D=Dynamic R=Range I=Image ein Bild mir einem hohen Kontrastumfang, ein Bild in dem sowohl die Tiefen als auch die Lichter noch mit genug Bildinformationen dargestellt werden. Die Bilder sehen oft etwas surreal, wie gemalt aus. Ein HDR-Bild kann auf verschiedene Weisen erzeugt werden, es gibt Kameras die solche Bilder bereits aufnehmen, d.h. verrechnen können und man kann HDR-Bilder mittels Software nachträglich erzeugen. Da ich nicht eine solche Kamera besitze wähle ich den zweiten Weg mittels Software. In jedem Fall ist die Grundlage eines solchen Bildes immer eine Belichtungsreihe von Aufnahmen. Man benötigt vom selben Motiv eine richtig belichtete Aufnahme, eine unterbelichtete Aufnahme und eine überbelichteteAufnahme. So viel zu den Grundlagen wie ein solches Bild aufgebaut

dunkles kontrasverstärktes HDRI

ist oder ensteht – fangen wir also an!

Ich habe als “Ausrüstung” folgendes verwendet:

Kamera: Canon EOS 400D

Objektiv: Sigma 24mm, 2,8f Festbrennweite

Die meisten digitalen Spiegelreflexkameras verfügen bereits über die Funktion eine Belichtungsreihe aufzunehmen. Natürlich kann man die Einstellungen auch manuell vornehmen, aber wenn die Kamera die Funktion bereits mitbringt ist es schneller aufgenommen. In meinem Fall erkläre ich euch an der Canon Eos 400D wie man es einstellt. Im Menü der Kamera im zweiten Auswahlreiter (Aufnahmemün2) lässt sich das s.g. AEB=Auto Exposure Bracketing einstellen. Ich habe für euch einen Auszug aus dem Benutzerhandbuch mitgebracht, wie das AEB eingestellt werden kann und sollte:Wählen solltet ihr -2, 0 und +2 damit ihr die anfangs erwähnten Belichtungsstufen habt. -2 = zu dunkel belichtet, 0 = richtig belichtet +2 = zu hell belichtet. Nachdem ihr diese Einstellung vorgenommen habt, sehr ihr das auch auf eurem Display:So nun sind die Grundeinstellungen gemacht, jetzt müsst ihr noch Serienbildfunktion oder Selbstauslöser einstellen und die Aufnahmen können fast beginnen. Ihr solltet im manuellen Modus (M) oder im Zeitautomatik Modus (AV) fotografieren. Wer die Blende und die Zeit selbst steuern möchte muss auf M stellen und anschließend am Rädchen die Belichtungszeit und danach die Blende (mittels gedrücktem Av-Knopf und dann am Rädchen drehen) einstellen. In meinem Fall habe ich mit AV fotografiert und Serienaufnahmen eingestellt. Die ISO sollte sehr gering gewählt werden, bei mir war es ISO 100, aber meine Kamera rauscht ja auch bereits bei relativ niedrigen ISO Werten stark. Die Blende die ihr wählt oder wählen lasst bei AV ist euch überlassen oder für den HDR-Effekt nicht von Bedeutung. Habt ihr Stativ zur Verfügung nutzt es, denn so habt ihr später keine “verwackelten” Elemente im HDRI, wenn ihr keines habt versucht die Kamera während der Aufnahme irgendwo (wackel frei) abzustellen oder aufzustützen, ihr solltet wirklich versuchen das die 3 Aufnahmen exakt gleich sind (außer der Belichtungszeit). Ich habe meine Beispielbilder alle aus der Hand geschossen und bin trotzdem recht zufrieden, aber die Verwacklung ist auf jeden Fall zusehen. Allerdings habe ich nicht einfach nur aus der Hand fotografiert, sondern auch noch dazu aus meinem Küchenfenster gelehnt, also ich hatte keine sehr stabile Haltung und auch das Licht war nicht mehr so gut. Damit will ich sagen meine Bedingungen hätten besser sein können, aber der Ausblick war super und die Abendsonne auf den Dächern sehr spannend.

Belichtungsreihe mit AEB:

-2 | Exif: EOS 400D|Blende: 2,8|Zeit: 1/5

0 | Exif: EOS 400D|Blende: 2,8|Zeit: 1/15

+2 | Exif: EOS 400D|Blende: 2,8|Zeit: 1/60

HDRI mit Photomatix Pro 4.1

Also Motiv solltet ihr auch Szenen aussuchen die bereits von sich aus eine Gewisse Dramatik liefern. Hier ist es immer gut wenn ihr viel Licht und Schatten in eurem Motiv habt oder hohe farbige Kontraste. Es ist nicht jedes Motiv für ein HDR-Bild geeignet, denn wenn die Aufnahme bereits eher gleichmäßig ist wird man auch im HDRI keine “besonderen” Ergebnisse erzielen können. Hier in meinem Beispielbild fand ich die Sonne und auch die Gewitterwolken sehr spannend, Gewitter eignet sich oft zur Verarbeitung eines HDR-Bildes, aber auch Landschaftsaufnahmen sind eine dankbar. Das war der erste Teil meiner Artikelserie, wie man der Aufnahmen erzeugt und im zweiten Teil geht es nun weiter mit der Software die man hierfür verwenden kann. Denn natürlich kann man die Bilder auf unterschiedliche Art und Weise mit einander verrechnen.

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